Information über die aktuellen Bedingungen zur schrittweisen Öffnung unserer Tempel,

gültig ab 29.5.2020

 

Liebe Sangha,
Gegenüber den Bedingungen zur schrittweisen Tempelöffnung per 15.5. gelten per 29.5. für uns wichtige Erleichterungen. In Anlehnung an die per 15.5. von uns übermittelnden 8 Punkte haben wir hier die Lockerungen jeweils in Fettdruck dargestellt. Diese neuen Verhaltensregeln wurden gemeinsam mit den anderen staatlich anerkannten Religionen und Religionsgesellschaften besprochen und abgestimmt. Sie decken sich mit den Verordnungen der Regierung, sind aber auch an bestimmten Stellen und gegebenen Erfahrungen als Empfehlung strikter formuliert.


1. Es muss eine Aufsichtsperson ernannt sein, die auf alle folgenden Vorschriften achtet und deren Einhaltung zu verantworten hat:
2. Es müssen beim Eingang jeweils Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden, mit denen beim
Betreten des Tempels die Hände desinfiziert werden müssen.
3. Es besteht grundsätzlich im Tempel für alle Teilnehmer die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, solange die Person nicht ihren Platz eingenommen hat. Beim Sitzen am Polster muss der Mund-Nasen-Schutz nicht getragen werden.
4. Die Regel der 10qm pro Person hat keine Gültigkeit mehr. Die Anzahl der Personen im Raum beschränkt sich daher nach dem Erfordernis des neuen Mindestabstandes zwischen den Personen laut Punkt 5.
5. Es muss zwischen den einzelnen Personen ein Mindestabstand von 1m nach jeder Richtung eingehalten werden. Es wird daher empfohlen, die Matten so zu legen, dass immer ein Mindestabstand von 1m zur nächsten Matte besteht.
6. Gegenstände, welche mehrfach und regelmäßig berührt werden, wie z.B. Türklinken, müssen regelmäßig desinfiziert werden.
7. Es gilt ein Verbot gemeinsamer Konsumation im Vorraum von Tempeln und im Vor- oder Nachfeld von Praxisabenden.
8. Da vor allem das Chanten, Rezitieren und Sprechen als besonders große Gefahrenquellen einer möglichen Ansteckung gelten, wird die dringende Empfehlung gegeben, solche Praktiken nach Möglichkeit ganz zu vermeiden oder zumindest massiv einzuschränken.

 

Aufgrund dramatischer Erfahrungen in einer Kirche in Frankfurt wollen wir diese Empfehlung nochmals extra betonen.
Für den Fall, dass der Tempelraum an andere/fremde/externe Gruppen oder Nutzer vergeben wird, gelten grundsätzlich dieselben Bedingungen und die Gruppe, die den Raum zur Verfügung stellt, trägt hier eine wesentliche Mitverantwortung. Diese Verantwortung besteht in erster Linie natürlich schon aus buddhistischethischer Sicht. Sie ist aber auch deshalb besonders zu beachten, da aufgrund der §§ 178, 179 StGB im Falle einer Infektion die Gefahr eines strafrechtlichen Vergehens im Sinne eines Gefährdungsdeliktes drohen kann.

 

Diese neuen Verordnungen, die per 29.5.2020 in Kraft treten, haben keine zusätzlichen Sondervereinbarungen mehr mit den Religionsgesellschaften. Hoffen wir, dass wir gemeinsam diesen Weg einer weiteren Öffnung erfolgreich fortsetzen können.


Danke für euer Verständnis und die konstruktive Umsetzung in der Vergangenheit.


In Dankbarkeit und Verbundenheit, Gerhard Weissgrab
Wien, ab 29.5.2020

 

Anbei mehrsprachige Informationen zu Verhaltensmaßnahmen im Zusammenhang mit Coronavirus.

https://www.integrationsfonds.at/newsbeitrag/covid-19-aktuelle-information-zu-oeif-integrationsangeboten-5338

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